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"Was hat das mit Geschichte zu tun?", fragen sich einige Schüler nach den ersten Disziplinübungen. Dass sie am Thema Faschismus ganz nah dran sind, ohne es zu merken, erfahren sie erst am Schluss des Experiments mit ihrer Klasse. Dieses bringt ihnen das Gefühl, durch Gemeinschaft an Stärke zu gewinnen, und macht sie zu einem Instrument, wie es auch Hitler für seine Politik nutzte.
Die 12. Klasse der Freien Waldorfschule Itzehoe hat diesen Stoff, den Morten Rhue 1981 in seinem Roman "Die Welle" verarbeitete, in ihrem Abschluss-Klassenspiel auf die Bühne gebracht. Rund 1400 Besucher sahen die vier Aufführungen, die die Klasse in zwei Besetzungen spielte, und waren von der eindrucksvollen Darbietung begeistert. Offenbar habe der sehr populäre Stoff auch viele Klassen anderer Schulen angezogen, freute sich Geschichtslehrer Peter Bünning als Regisseur über den Besucherrekord.
Doch er räumte am Schluss auch ein, dass er selbst das Stück nicht gewählt hätte. "Die Handlung ist zu lang, die Figuren sind zu flach, das Stück ist zu ausgelutscht", war seine Haltung zur "Welle", die bereits mehrfach erfolgreich verfilmt worden ist. Doch die Entscheidung war bereits gefallen, bevor er die Klasse übernommen hat, und im Nachhinein stellte er fest: "Es war ein Glück, dass ich keine Entscheidungsfreiheit hatte." Denn die Klasse habe die "Welle" zu "ihrem Stück gemacht" und ihr ganz neue Qualitäten abgewonnen. Nur rund zehn Sätze wurden aus dem Original übernommen, die Handlung wurde in ein norddeutsches Internat des Jahres 2010 verlegt und der Originaltext vollständig überarbeitet. Die Schüler hätten im Verlauf der Proben selbst erfahren, dass "glatte Figuren", zu der die Vorlage neigt, eigentlich langweilig sind, erläuterte Bünning. Erst Brüche und Zerrissenheiten bringen zum Fühlen und Denken.
Die 12. Klasse hat gezeigt, dass "Stärke durch Terror" erzeugt werden kann, aber auch dass dies zum Albtraum wird, wenn es die Kritikfähigkeit ausschaltet. So mündet das Stück in einen Schlussappell des Ensembles: "Die Jugendlichen der Weißen Rose haben uns einen Maßstab gegeben, wie man dem eigenen Gewissen folgen und Zivilcourage beweisen kann - und wie wir unsere Freiheit nie wieder gefährden dürfen."
"Was hat das mit Geschichte zu tun?", fragen sich einige Schüler nach den ersten Disziplinübungen. Dass sie am Thema Faschismus ganz nah dran sind, ohne es zu merken, erfahren sie erst am Schluss des Experiments mit ihrer Klasse. Dieses bringt ihnen das Gefühl, durch Gemeinschaft an Stärke zu gewinnen, und macht sie zu einem Instrument, wie es auch Hitler für seine Politik nutzte.
Die 12. Klasse der Freien Waldorfschule Itzehoe hat diesen Stoff, den Morten Rhue 1981 in seinem Roman "Die Welle" verarbeitete, in ihrem Abschluss-Klassenspiel auf die Bühne gebracht. Rund 1400 Besucher sahen die vier Aufführungen, die die Klasse in zwei Besetzungen spielte, und waren von der eindrucksvollen Darbietung begeistert. Offenbar habe der sehr populäre Stoff auch viele Klassen anderer Schulen angezogen, freute sich Geschichtslehrer Peter Bünning als Regisseur über den Besucherrekord.
Doch er räumte am Schluss auch ein, dass er selbst das Stück nicht gewählt hätte. "Die Handlung ist zu lang, die Figuren sind zu flach, das Stück ist zu ausgelutscht", war seine Haltung zur "Welle", die bereits mehrfach erfolgreich verfilmt worden ist. Doch die Entscheidung war bereits gefallen, bevor er die Klasse übernommen hat, und im Nachhinein stellte er fest: "Es war ein Glück, dass ich keine Entscheidungsfreiheit hatte." Denn die Klasse habe die "Welle" zu "ihrem Stück gemacht" und ihr ganz neue Qualitäten abgewonnen. Nur rund zehn Sätze wurden aus dem Original übernommen, die Handlung wurde in ein norddeutsches Internat des Jahres 2010 verlegt und der Originaltext vollständig überarbeitet. Die Schüler hätten im Verlauf der Proben selbst erfahren, dass "glatte Figuren", zu der die Vorlage neigt, eigentlich langweilig sind, erläuterte Bünning. Erst Brüche und Zerrissenheiten bringen zum Fühlen und Denken.
Die 12. Klasse hat gezeigt, dass "Stärke durch Terror" erzeugt werden kann, aber auch dass dies zum Albtraum wird, wenn es die Kritikfähigkeit ausschaltet. So mündet das Stück in einen Schlussappell des Ensembles: "Die Jugendlichen der Weißen Rose haben uns einen Maßstab gegeben, wie man dem eigenen Gewissen folgen und Zivilcourage beweisen kann - und wie wir unsere Freiheit nie wieder gefährden dürfen."
Firefox 3.6 kommt als Update
Mozilla hat in der Nacht begonnen, Firefox 3.6 über den Updatemechnanismus des Browsers zu verteilen. Nutzern von Firefox 3.0 und 3.5 wird ein entsprechendes Update angeboten.
Der Schleswig-Holsteinische Leichtathletikverband (SHLV) hat die Jahresbestenliste 2009 veröffentlicht. Aus der Leistungsschau des vergangenen Jahres wird deutlich: Nur wenige Leichtathleten aus dem Bereich des Kreisleichtathletikverbandes Steinburg (KLV) gehören zu den Besten im Lande. Lediglich 97 Einträge weisen auf den vorderen Plätzen auf Athleten hiesiger Vereine hin: fünf bei Frauen/Männern, 21 bei Seniorinnen/Senioren, acht bei der weiblichen und männlichen Jugend; 63 bei Schülerinnen/Schülern. Im Vergleich zu anderen Kreisleichtathletikverbänden fällt diese Bilanz eher dürftig aus. Sie ist Ausdruck davon, dass lediglich eine kleine Schar Aktiver aus Steinburg die Leichtathletik in Training und Wettkampf so betreibt, dass sie im Landesvergleich auch konkurrenzfähig ist. Die Gründe: Nur wenige Vereine bieten Laufen, Springen und Werfen als eine Einheit an; nur wenige ausgebildete Trainer stehen zur Verfügung; das Interesse an anderen Sportarten ist ungleich größer.
Und dennoch: In der Spitze warten KLV-Athleten mit durchaus ansehnlichen Ergebnissen auf (siehe Statistik). Herausragend in dieser Liste aller Leistungsträger: das Ergebnis des erst elfjährigen Peer Sönksen über fünf Kilometer. Seine 18:05 Minuten wurden innerhalb der Altersklassen von keinem anderen Schüler im Land unterboten. Eine Leistung, die auch auf Bundesebene eine Ausnahme ist. Mit ihr würde Peer Sönksen auf DLV-Ebene bei den 14-jährigen Jungen an 17. Stelle rangieren.
Das Steinburger Resultat kommentieren Verband und Vereine so:
Hermann Hüser (KLV): "Die Anzahl der Leistungen lässt im Vergleich mit anderen Leichtathletikverbänden nach. Zählt man die Senioren und die Laufleistungen auf den langen Straßenstrecken nicht mit, dann wird es bei uns ganz dunkel." Nur vier Mal im Schülerbereich auf Platz eins, nur vier Mal Zweiter und fünf Mal Dritter, das sei nicht viel. "Leichtathletik im Stadion findet im KLV Steinburg bei Frauen, Männern und Jugendlichen nur unterhalb des zehnten beziehungsweise 15. Platzes statt", stellt Hermann Hüser bedauernd fest.
Dietrich Pförtner (LG MTV/GH Itzehoe): "Ich freue mich, dass die Platzierungen im Schülerbereich enorm angestiegen sind. Das macht Hoffnung für die Zukunft und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Auf der anderen Seite sieht man auch, dass der Leistungssport vor allen Dingen im Sprint, Wurf und Sprung immer mehr rückläufig ist, aber die Volksläufe an Beliebtheit gewinnen." Wichtig sei aber, dass überhaupt Sport getrieben wird.
Arno Kaps (ETSV Fortuna Glückstadt): "Es freut uns sehr, dass sich immer wieder vielversprechende junge Sportler unter uns zeigen. Leider haben wir nicht die Möglichkeit, sie ihrem Talent entsprechend gezielt zu fördern. Deshalb wandern sie nach einigen Jahren zu anderen Sportarten beziehungsweise zu andern Vereinen ab oder geben den Sport auf."
Rolf Gerhards (TSV LoLa): "Ich freue mich über die Platzierungen in der Bestenliste. Unsere Stärke ist es, Turner in die Leichtathletik überführen zu können. Die gute motorische Grundausbildung, die die Athleten bei uns bekommen, spiegelt sich in den Ergebnissen wieder. Wir sind froh, mit Wilhelm Redeker einen engagierten und hoch motivierten Übungsleiter zu haben, der Ideen mitbringt. Wir wollen unsere Leichtathleten auch weiterhin mit Geduld und, wenn möglich, auch mit finanzieller Hilfe unterstützen. Bei unseren langfristigen Planungen hilft uns auch der hervorragende Sportplatz, der uns vom Schulverband für Vereinszwecke zur Verfügung gestellt wird."
Andreas Prüß (MTV Wilster): "Wie in den vergangenen Jahren, so sind auch diesmal wieder Spitzenergebnisse von unseren Leichtathleten erbracht worden. Wenn auch kein erster Platz darunter ist, so freuen wir uns aber darüber, dass Melanie Hoffmann im Sprint sowie Ole Friedrichs und Leif-Flemming Prüß über die Langstrecken in der Landesspitze vertreten sind."
Peter von Hacht (MTV Horst): "Insgesamt freuen wir uns. Die MTV-Sportler, die bereits den Sprung in die Bestenliste geschafft haben, sollen sich mit unserer Hilfe weiter verbessern. Anderen wollen wir ermöglichen, mindestens genauso gut zu werden. Betrüblich ist für uns nur, dass wir mit Monika Wensing eine ganz starke Athletin schweren Herzens ziehen lassen mussten. Sie ist nach Baden-Württemberg gezogen und startet zukünftig für den TSV Gomaringen. Wir wünschen Monika, dass sie sich weiter verbessert."
Rolf Frank (SC Hohenaspe): "Wir sind sehr froh, eine Siliva Burow in unseren Reihen zu haben, die in der Landesbestenliste zu finden ist. Wenn 'Matzi’ in den kommenden Jahren gesundheitlich gut über die Runden kommt, sind von ihr weiterhin gute Resultate zu erwarten. Das macht uns sehr stolz."

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